*
logo
blockHeaderEditIcon
blog-title
blockHeaderEditIcon

Malermeister Wissner BLOG

06
Juni
2017

„Frauen im Handwerk“, das hört man seit einiger Zeit immer häufiger in den Medien oder in ganzen Werbekampagnen, was wir äußerst begrüßen. Hintergrund mag u.a. vielleicht auch das Thema „Frauenquote“ sein, was in den letzten Monaten und sogar Jahren in den Medien immer mal wieder präsent ist.
Aber man lernt ja keinen Beruf, um die „Frauenquote“ zu erfüllen, sondern weil man Spaß daran hat. Schließlich sollte man in seinem Berufsleben morgens gerne aufstehen und zur Arbeit gehen. Dies gilt sowohl für Männer, als auch für Frauen. Ob dann bestimmte Quoten geschaffen werden müssen, die vorschreiben wie viele Frauen in welchen Bereichen angestellt sein müssen, möchten wir an dieser Stelle gar nicht debattieren. Es geht vielmehr darum, dass es leider Menschen gibt, die einer Frau ihre Fachkompetenz grundsätzlich absprechen. Ein Vorurteil, welches wir schon mehr als traurig finden.

Die Vorgeschichte

Vor einiger Zeit hatten wir den Fall, dass eine Dame anrief, die sich gerne von uns beraten lassen wollte. Unsere Mitarbeiterin machte mit ihr einen Beratungstermin vor Ort aus und stellte die verschiedensten Möglichkeiten kurz am Telefon vor. Bereits am Telefon verlangte die Dame einen „Handwerker, der auch Ahnung hat“. Mit dem Hinweis, dass sie selbst die Ausbildung als Maler und Lackiererin absolviert und oben drauf sogar die Meisterprüfung im Maler und Lackiererhandwerk mit Auszeichnung bestanden hat, glaubte unsere Mitarbeiterin, dass sie der Dame ihre Fachkompetenz deutlich machen konnte. Dies war allerdings ein Trugschluss, wie sich beim Ortstermin rausstellte.

„Wann kommt denn jetzt der Handwerker?“

Die besagte Dame öffnete die Tür, war auch freundlich, guckte aber einmal links und rechts an unserer Mitarbeiterin vorbei und fragte „Wann kommt denn jetzt der Handwerker?“ Unsere Mitarbeiterin konnte die Problematik nicht ganz zuordnen, brachte dies auch offen zu Sprache und versuchte nochmals höflich ihre Fachkompetenz deutlich zu machen. Die Dame war vor Ort dann auch sehr offen für Vorschläge und fachliche Hinweise. Um auch die entsprechenden Materialien bzw. Produkte in unseren Ausstellungsräumen zeigen zu können, verblieben die beiden so, dass telefonisch ein weiterer Termin vereinbart wird. Im Büro angekommen, wurde die Dame angerufen und ein Termin direkt für den nächsten Tag festgehalten. Jedoch kam wieder der Hinweis der Dame, dass sie nun doch gerne endlich mal einen „Handwerker“ in männlicher Person dabei hätte. Da der Kunde bei uns König ist, wurde auch dieser Wunsch möglich gemacht und ein männlicher Kollege war zum besagten Termin ebenfalls anwesend.

Fachkompetenz ist nicht abhängig vom Geschlecht!

Grundsätzlich finden wir es allerdings eine Frechheit jemandem, egal ob einer Frau oder einem Mann, die eigene Fachkompetenz abzusprechen. Die Dame wurde trotz ihres unmöglichen Verhaltens ausführlich von uns beraten. Dabei hat der männliche Kollege genau die gleichen Argument für oder gegen ein Produkt im Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten genannt, sowie deren spezifischen Eigenschaften wie die weibliche Kollegin. Dennoch wurde der Dame auch vom männlichen Kollegen durchaus nochmals deutlich gemacht, dass man einer Frau nicht grundsätzlich ihre Fachkompetenz absprechen kann. Der Dame war die Angelegenheit auch äußerst unangenehm und versuchte ihr Fehlverhalten damit zu entschuldigen, dass sie es nicht kenne, dass Frauen im Handwerk arbeiten.

Was macht einen Handwerker eigentlich aus?

Es stellt sich natürlich die Frage, wie definiert man eigentlich einen „Handwerker“ beziehungsweise was macht ihn aus? Bei einigen Menschen, so auch vermutlich bei besagter Dame, scheint ein Bild eines Handwerkers in den Köpfen zu dominieren, welches salopp gesagt etwa so aussehen mag: Männlich, älteren Semesters, mit einem Blaumann bekleidet, der oftmals noch total dreckig ist und der am besten noch die Werkzeugkiste unter dem Arm trägt.

Für uns ist ein Handwerker jedoch nicht abhängig von einem bestimmten Alter oder Geschlecht. Ein guter Handwerker sollte auch saubere Arbeitskleidung tragen, da diese in den meisten Fällen auch ein sauberes Arbeiten suggeriert. Was einen erstklassigen Handwerker aber vor allem ausmacht, ist seine Fachkompetenz! Und die können sowohl Männer als auch Frauen haben! Zum Glück war diese besagte Dame eine Ausnahme. Die meisten unserer Kunden freuen sich immer, wenn eine Frau die Beratung oder Arbeiten ausführt und finden es toll, wenn Frauen im Handwerk ihre Berufung gefunden haben.

Informations
blockHeaderEditIcon

Malermeister Wissner GmbH

Seit 1947 verwöhnen wir unsere Kunden. Wir gestalten, streichen, lackieren, tapezieren, renovieren, putzen und saugen, dass es eine wahre Freude ist. Eine Freude für unsere Kunden, die zufrieden sind mit dem Termin, dem Preis und dem Ergebnis.

Nicht nur als Maler, gerne sind wir Ihnen mit vielen anderen Gewerken auch behilflich. Brauchen Sie zusätzlich zu uns einen Schreiner oder Elektriker? Kein Problem: wir helfen Ihnen gerne und nennen Ihnen einen unserer Kooperationspartner.

Weitere Informationen unter www.malermeister-wissner.de

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail